Sicher unterwegs

Mangelndes Hören kann im Straßenverkehr eine enorme Gefährdung sein

(djd/pt). Ob als Autofahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger: Wer sich im hektischen Straßenverkehr sicher bewegen will, muss sich auf alle seine Sinne verlassen können. Doch obwohl es heute selbstverständlich ist, bei einer Sehschwäche eine Brille zu tragen, werden Hörminderungen von vielen Menschen nach wie vor kaschiert. Immerhin haben knapp 14 Millionen Menschen in Deutschland Probleme, weil sie so schlecht hören, dass ein Hörgerät ihre Wahrnehmung deutlich verbessern würde. Doch nur etwa drei Millionen haben sich bislang mit solch einem Hilfsmittel versorgen lassen.

Der eigene Hörverlust wird oft nicht bemerkt

Vielen sind die Ausmaße und Konsequenzen des eigenen Hörverlusts kaum bewusst, denn nur in Ausnahmen manifestiert sich diese Schwäche von einem Moment auf den anderen. Vielmehr handelt es sich in den meisten Fällen um einen schleichenden Prozess, bei dem sich das Hörvermögen kontinuierlich verringert. Auf www.audibene.de etwa steht ein "Leitfaden für gutes Hören" zum kostenlosen Download bereit. audibene unterstützt damit diskret bei der Selbsteinschätzung.

Im Straßenverkehr können die Folgen einer Fehleinschätzung allerdings fatal sein. Betroffene nehmen die Geräusche herannahender Autos, Straßenbahnen oder Fahrräder nicht rechtzeitig wahr und überqueren Straßen und Kreuzungen darum nicht selten im falschen Moment. Oft genug versuchen andere Verkehrsteilnehmer dann die Situation durch besonders schnelle Reaktionen zu retten, aber das gelingt nicht immer.

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Jeder Dritte über 50 hat eine Hörminderung

Die beiden häufigsten Formen der Problematik, die Lärm- sowie die Altersschwerhörigkeit, entstehen durch eine Schädigung der feinen Haarsinneszellen im Innenohr. Je länger das Problem unbehandelt bleibt, desto größer ist der Verlust des Verständnisses von Sprache, Musik - und Verkehrsgeräuschen. Und weil die Deutschen immer älter werden, ist zusätzlich damit zu rechnen, dass der Bevölkerungsanteil von Menschen mit Hörminderung immer weiter steigt. In der stark wachsenden Altersgruppe der über 50-Jährigen ist etwa jede dritte Person betroffen.

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Quelle: deutsche journalisten dienste (djd),
Gesundheitsthemen